Janou_(3)

JANOU

Am Anfang ist da ein Beat, der sich in die Beine schleicht. Zurückhaltend und doch bestimmt, elegant und doch lässig. Kurz füllt er den Raum. Dann plötzlich diese Stimme. „When you fell from the sky out of nowhere“ singt sie, direkt, klar, fragil, eine Melodie wie eine warme Wolldecke. Schüchterne Synthesizer schweben hinein. Keine Frage, wenn sich Tagträume in Musik übersetzen ließen, sie klängen wie „Sweet Love“ von Janou.

 

Die Single war im Sommer 2020 das erste Lebenszeichen, das das Bochumer Duo in die Welt schickte. Nach zwei weiteren Singles – „Diamonds to Coal“, einem Midtempo-Song, der sich anfühlt wie Cabriofahren in einer Julinacht und der herzzerreißend-schönen Ballade „Different in my mind“ – folgt nun die erste EP von Janou. „What we found“ erscheint am 23.07.2021.

 

Damit macht es Janou einmal mehr anders als der Rest der Musikwelt, einmal mehr zeigt sich im Kleinen das Große, das Besondere dieser Band: Denn statt mit Immer-weiter-immer-mehr-Mentalität ihre Musik einfach auf die Reise ins Internet zu laden, enthalten CD und Vinyl ganz exklusiv den Song „kind“ – ein tanzbarer und trotzdem zärtlicher Track, dessen pulsierendem Bass im Refrain man sich kaum entziehen kann. Und der, so sagen Janou, für ewig ausschließlich auf ihren Tonträgern hörbar sein soll.

 

In der Musik von Janou, flirten minimalistische Beats mit elektronischen Sphären und der voluminösen, souligen Stimme von Sängerin Janou„ Sofort surren Assoziationen durch den Kopf, große Acts des elektronischen Pops: London Grammar, Rhye, Lykke Li. Mit all denen kann sich Janou schon jetzt messen. Ohne aber in ihrem Sound wirklich vergleichbar zu sein, mit irgendetwas, das man schon kannte, mal gehört hat. Nein, Janou nehmen uns sanft an die Hand und mit ins Unbekannte, in ihr Innenleben. Intim und nah sind die Texte. Songs, die klingen wie Urlaub in einer Holzhütte auf dem Mars, das Behagliche gleich hinter der Eingangstür, die Weite des Universums auf der Veranda.